Führung und Kultur · Teil 1/11

Das Caretaker-Gen

Der wichtigste Skill im Service, den kein Stellenprofil kennt. Eine Beobachtung aus über zwanzig Jahren Kundenservice.
Björn-Olaf Lange · 21. Mai 2026 · Lesezeit 1 Minute
Titelbild der Serie Das Caretaker-Gen

Erinnerst du dich an den Kandidaten, der auf dem Papier perfekt war? Drei Monate später wusstest du: Da fehlt etwas. Du wusstest im Grunde sogar, was. Du hattest nur keinen Begriff dafür.

Ich nenne es das Caretaker-Gen. Kein wissenschaftlicher Begriff, eher eine Beobachtung aus über zwanzig Jahren Kundenservice.

Die These ist einfach: Prozesse kannst du implementieren, Fleiß ist großartig, Skills kannst du schulen. Für Haltung gibt es so etwas bedauerlicherweise noch nicht.

Haltung schlägt Lebenslauf

Vier Menschen haben mir gezeigt, was wirklich zählt, jeder auf seine Art, an unterschiedlichen Positionen, in verschiedenen Unternehmen. Nicht als Hommage, sondern weil sie zeigen, wie Führung, Kultur und Kundenbegeisterung wirklich entstehen. Und es gibt so viele mehr in meinem beruflichen Umfeld, über deren Einfluss auf Teams und Kunden ich noch berichten möchte.

Mein Appell an HR

Wenn du in HR, People and Culture oder im Headhunting unterwegs bist: Berate deine Hiring Manager. Schreibe Stellenprofile, die nach Haltung fragen, nicht nur nach Erfahrung. Und wenn du jemanden findest, sorge dafür, dass das Unternehmen ihn auch halten kann.

Caretaker kündigen nicht wegen des Gehalts. Sie kündigen, wenn niemand mehr zuhört.

Hast du auch solche Menschen in deinem Team erlebt? Was hat sie für dich ausgemacht?

Zuerst erschienen auf LinkedIn am 21. Mai 2026, Teil 1 von 11 der Serie Das Caretaker-Gen.

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